Newsletter IKTH Oktober
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Institut für Katholische Theologie
Oktober 2021
 
Newsletter des Instituts für Katholische Theologie
Sehr geehrte Leser:innen!

Wir dürfen uns gleich über zwei Sachen freuen: Die schönen Begegnungen, die wir dank Präsenzveranstaltungen wieder erfahren dürfen und unseren aktuellen Newsletter, den Sie gerade erhalten haben. In diesem Newsletter lernen Sie den Fachbereich Biblische Theologie mit seinen Personen und Projekten kennen. Des Weiteren stellt sich das Mentorat vor und wir dürfen auf zahlreiche spannende Veranstaltungen unseres Instituts hinweisen, aber auch auf Vergangenes rückblicken.
Wir wünschen Ihnen viel Freude beim Entdecken unserer interessanten Neuigkeiten, Projekte, und Veranstaltungen.

Ihre
Lisa-Marie Eberharter
Grußwort der geschäftsführenden Direktorin

News

Vorstellung des Fachgebiets Biblische Theologie

Personen und Projekte der Biblischen Theologie

Vorstellung des Mentorats

Veröffentlichungen

Ankündigungen

Berichte

 
Grußwort der Geschäftsführenden Direktorin

© Amac Garbe
Sehr geehrte, liebe Newsletter-Leser:innen,

wir hoffen, dass Sie einen erlebnisreichen und erholsamen Sommer verbringen durften – vielleicht liegen erfolgreich bestandene Prüfungen hinter Ihnen, Sie haben Ihr Bestes für Ihre Seminararbeiten gegeben, sind guten Mutes bei der Stange geblieben, so lang für Sie noch keine Urlaubzeit war, und konnten Letztere mit frischen Farben und Gerüchen, ohne Termine und mit großer Selbstfürsorge verbringen.
Für uns Lehrende war die vorlesungsfreie Zeit mit der Nach- und Vorbereitung der Lehre, diversen Forschungsaktivitäten, dem Arbeiten an Publikationen, Vorträgen und Drittmittelanträgen und zahlreichen Konferenzreisen gut gefüllt.
Nun starten wir voller Elan in das Wintersemester und sind guter Hoffnung, wenig Einschränkungen erfahren zu müssen. So setzen wir erneut alles in Bewegung, um möglichst viele Präsenzveranstaltungen abhalten zu können, um Ihnen den (Wieder-)Einstieg so leicht wie möglich zu gestalten. Wir freuen uns sehr darauf, Sie alle wiederzusehen!
Besonders herzlich möchten wir all jene von Ihnen begrüßen, die ihr Studium zum Wintersemester aufgenommen haben. Möge Ihnen das Ankommen in Dresden und bei uns am Institut ein Leichtes sein. Wenn Sie Lust haben, schauen Sie sich doch gern unser Willkommensvideo an, das wir Ihnen unten verlinkt haben!
Unsere Erstsemesterbegrüßung fand am 7. Oktober 2021 im Weberbau statt und wir haben uns sehr gefreut, Sie, liebe Studienanfänger:innen, persönlich willkommen zu heißen.

Kurz vor Semesterbeginn erreichte uns leider die traurige Nachricht, dass unser
hochgeschätzter Kollege, Prof. Dr. Albert Franz, verstorben ist. Gemeinsam mit seinen
Angehörigen, Bekannten, Freund:innen, Schüler:innen und Kolleg:innen trauern wir um ihn.

Prof. Dr. Julia Enxing
Professorin für Systematische Theologie und Geschäftsführende Direktorin des Instituts für Katholische Theologie
 
» zum Willkommensvideo
 
News

© Albert Franz
Nachruf auf Prof. Dr. Albert Franz

Fides qaerens intellectum
(Anselm von Canterbury)
 
Prof. Dr. Albert Franz, Professor i. R. für Systematische Theologie am Institut für
Katholische Theologie, ist am 30. September 2021 im Alter von 74 Jahren nach langer
Krankheit verstorben.


Aus Unterleinach bei Würzburg stammend, studierte Albert Franz Philosophie und Theologie in Rom und Würzburg und wurde 1974 in Würzburg zum Priester geweiht. Von 1976-80 war er wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Philosophische Grundfragen der Theologie an der Katholischen Universität Eichstätt, wo er 1982 promovierte. Von 1980-83 war er im Bistum Würzburg im pastoralen Dienst tätig.
Anschließend kehrte er von 1986-88 an die Katholische Universität Eichstätt zurück, wo er 1988 mit einer Arbeit zu Schelling habilitierte und die Lehrbefähigung für philosophische Grundfragen der Theologie und Fundamentaltheologie erhielt. Im gleichen Jahr wurde er zum Professor für Philosophie an die Theologische Fakultät der Universität Trier berufen.
1993 kam Albert Franz als Professor für Systematische Theologie an die Technische Universität Dresden. Als Gründungsdirektor des Instituts für Katholische Theologie an der Philosophischen Fakultät war er maßgeblich an dessen Aufbau beteiligt. Von 1995-2005 war er Vorsitzender der Europäischen Gesellschaft für Katholische Theologie (ET) Deutsche Sektion sowie Mitherausgeber des Bulletin „ET Zeitschrift für Theologie in Europa“. Schon 1990 wurde er Mitglied der Internationalen Schellinggesellschaft und wurde 1993 in dessen Beirat gewählt. Er war langjähriges Mitglied des Fachkollegiums Theologie der DFG und stellvertretender Vorsitzender des Kath.-Theol. Fakultätentages.

International bestens vernetzt, hatte er Gastprofessuren in Paris, Rom und Guadalajara
(Mexiko) inne. 2013 ging er in den Ruhestand, war aber weiterhin aktiv im DFG-
Forschungs- und Editionsprojekt zu Franz von Baader, als Präsident des Katholischen
Akademischen Ausländerdienstes und als Seelsorger in Radebeul und am
Marienkrankenhaus in Dresden.

Albert Franz gilt als ausgesprochener Schelling-Spezialist und Kenner des Deutschen
Idealismus. Mit seiner Habilitationsschrift hat er die Grundlage geschaffen für die
Rezeption des Spätwerkes Schellings in der katholischen Theologie. Basierend auf seiner
Forschung zum Deutschen Idealismus hat er die modernen und postmodernen
Denkformen der Gnosis kritisch aufgearbeitet. Sein philosophisches und theologisches
Denken waren bestimmt von der Frage des Menschen nach sich selbst, die die Fragen
nach dem Ursprung und der Letztbegründung hervorbringt.
Albert Franz stand hierzu im Diskurs mit den Natur-, Geschichts- und Sozialwissenschaften und konfrontierte die Fragen mit dem Atheismus, der Säkularität sowie den Formen neuer Religiosität.
Seine außergewöhnliche Sachkenntnis machten ihn zu einem international hoch geschätzten Kollegen und seine Leidenschaft für die Theologie begeisterte viele Generationen von Studierenden. Besonders die regelmäßig nach Italien und Rom stattfindenden Exkursionen, bei denen das Theologie-Treiben Albert Franz‘ intensiv zu erleben war, waren prägend.
Das Institut für Katholische Theologie trauert um einen theologischen Lehrer, Kollegen
und Menschen, der mit großer Leidenschaft und Empathie nach dem Ursprung und dem
Ziel des Menschen fragte.

Text: Prof. Dr. Maria Häusl

© Franziska Manthey
Neue Wissenschaftliche Hilfskraft im Fachgebiet Religionspädagogik: Franziska Manthey

Ein herzliches Willkommen an Franziska Manthey, die seit Oktober 2021 als Wiss. Hilfskraft im Fachgebiet Religionspädagogik beschäftigt ist. Nachdem sie im Sommer 2021 das Staatexamen für Lehramt an Oberschulen mit den Fächern Katholische Religion und Englisch abgeschlossen hat, leitet sie in diesem Wintersemester die Schulpraktische Übung (SPÜ) im Fach Katholische Religion. Wir wünschen Franziska Manthey einen guten Einstieg in ihre neuen Aufgaben an der Professur für Religionspädagogik!


 
© Julia Borlinghaus/Phillip Räubig
Verstärkung im Team der Systematischen Theologie

Das Team der Systematischen Theologie freut sich über Verstärkung:

Philipp Räubig, M. A. phil., ist seit September 2021 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Professur für Systematische Theologie tätig.

Zudem heißen wir Julia Borlinghaus als studentische Hilfskraft an der Professur für Systematische Theologie herzlich willkommen. Seien Sie gespannt, im nächsten Newsletter mehr über die Professur für Systematische Theologie zu erfahren.

 
 
Zur Professur für Systematische Theologie
„Christians for Future“– Prof. Dr. Julia Enxing unterstützt Forderungen

Die „Christians for Future“ (C4F) sind Teil der Fridays-for-Future-Bewegung und nehmen ihre Verantwortung als Christ:innen für eine bessere Welt wahr. Sie engagieren sich für den Klimaschutz, die Klimagerechtigkeit, den Frieden und die Bewahrung der Schöpfung.
Am 16. September 2021 starteten „C4F“ eine bundesweite Forderungskampagne, die sich an die Kirchenleitungen der katholischen Kirche, der evangelischen Kirchen, der Freikirchen und anderer christlicher Kirchen richtet.

Die Kampagne wird von den Fridays for Future und den Parents for Future unterstützt und beinhaltet drei wesentliche Forderungen:
- Die Kirchenleitungen sollen sich mit ihren klimapolitischen Positionen stärker in die politische und gesellschaftliche Debatte einbringen.
- Sie sollen selber bis 2030 klimaneutral werden.
- Klimagerechtigkeit soll in der Pastoral- und Bildungsarbeit wesentlich stärker betont werden.

An insgesamt 37 Orten in Deutschland wurden diese Forderungen den Kirchenleitungen am 16. September 2021 übergeben.
Zu den Unterstützer:innen der Kampagne gehört unter anderem Prof. Dr. Julia Enxing.
Die Forderungen und weiteres Hintergrundmaterial finden Sie auch auf der Webseite so wie im Medienpaket.
 
» Zur Website
 
» Zum Medienpaket
Verlängerung der Lehre von Dr. Joachim Jakob und Rückkehr von Prof. Dr. Riedl

Wie im letzten Newsletter schon berichtet, wird Dr. Joachim Jakob die Lehre und die Administration der Kirchengeschichte auch im kommenden Wintersemester 2021/22 übernehmen. Er vertritt damit Prof. Dr. Andrea Riedl, die bis einschließlich März 2022 Vertretungsprofessorin für Alte Kirchengeschichte und Patrologie an der Universität Regensburg ist.
 
Das Fachgebiet Biblische Theologie stellt sich vor

Die Biblische Theologie

In der Biblischen Theologie an der TU Dresden werden die literarische, kulturgeschichtliche, (literar-)historische, theologische und existentielle Dimensionen der biblischen Texte thematisiert. Diese Texte entstanden in einer antiken Kultur und sind doch bis heute inspirierende Quelle des Judentums und Christentums. Sie helfen theologisch und existenziell sprachfähig zu werden, indem altbekannte religiöse Sprache nicht einfach wiederholt, sondern kritisch dekonstruiert wird und indem sie dazu anregen, eine eigene Sprache zu finden. Besonders wertvoll ist hierbei, dass die Biblische Theologie in Dresden Altes und Neues Testament vereint und gesamtbiblische Perspektiven entstehen.
 
» Zur Website der Biblischen Theologie
© Biblioteca estens universitaria, Bibbia de Borso d’Este, vol. 2, S.47.
Was heißt es, sich von biblischen Texten anregen zu lassen und eine eigene Sprache zu finden?

Mit folgenden Worten werden in Jes 65,21.22 der neue Himmel und die neue Erde beschrieben, die Gott erschaffen wird: „Sie werden Häuser bauen und darin wohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte genießen.  Sie werden nicht bauen, damit ein anderer in ihrem Haus wohnt, und sie werden nicht pflanzen, damit ein anderer die Früchte genießt.“

In eigene Worte gefasst: Ohne Ausbeutungs- und Unterdrückungsstrukturen von der eigenen Arbeit und im Einklang mit der Natur leben zu können, ist die Vision eines guten Lebens – ohne Zweifel eine hochaktuelle Vision.
Warum die Bibel lesen? Hier einige Antworten…
  • Die Bibel enthält großartige literarische Kunstwerke, wie das Buch Ijob oder das Buch der Psalmen.
  • Die Bibel vermittelt Informationen zur Geschichte Israels und des frühen Christentums.
  • Die Bibel ist ein Zeugnis der Glaubenserfahrungen des Volkes Israel und der ersten Christen und Christinnen und regt an, über eigene Glaubenserfahrungen nachzudenken.
  • Biblische Texte erzählen von Liebe und Zorn, von Ungerechtigkeit und Widerstand, von Zärtlichkeit und Schmerz.
  • Biblische Texte leihen Sprache, wo Worte fehlen: zum Klagen, zum Loben, zum Hoffen, zur Anklage, zum Trost – im Leben und im Sterben.
  • Biblische Texte ermöglichen, das Leben in einem größeren Horizont zu sehen. Gemeinschaft kann entstehen: Ich bin nicht allein
  • Biblische Texte geben keine fertigen Antworten auf Sinn- und Glaubensfragen, aber sie fordern zur eigenen Stellungnahme heraus. Sie regen dazu an, sich im Gespräch darüber auszutauschen.
 
Personen und Projekte der Biblischen Theologie

© Maria Häusl
Prof. Dr. Maria Häusl ist seit August 2006 Professorin für Biblische Theologie an der TU Dresden. Sie hat in München Diplomtheologie studiert und dort auch promoviert. An der Universität Würzburg war sie als wiss. Assistentin tätig und hat dort im Fach Altes Testament habilitiert. Ehe sie auf die Professur für Biblische Theologie an der TU Dresden berufen wurde, hatte sie an der Universität Graz für ein Semester die Aigner-Rollet-Gastprofessur für interdisziplinäre Frauen- und Geschlechterforschung inne.
 
» Zur Professur
Frauen- und Geschlechterforschung ist einer ihrer Forschungsschwerpunkte. An der TU Dresden gehört sie daher der GenderConceptGroup an.

Im Alten Testament liegt ihr derzeitiger Forschungsschwerpunkt auf dem Buch Esra-Nehemia. Sie beschäftigt sich auch mit Aspekten des Menschseins in der Bibel (Geburt, Emotionen), mit der Rede von Gott (Gott als Vater und Mutter) und Fragen der Gerechtigkeit (Armut, Gemeinsinn, Ethik).

In der Lehre sind ihr eine gute Kenntnis des Judentums und die Reflexion des Antijudaismus, eine fundierte Bibeldidaktik und die Rezeption biblischer Themen und Motive in der europäischen Kultur bis hin zur Populärkultur wichtige Anliegen. Ein besonderes Highlight sind die Exkursionen nach Israel.

Frau Häusl, was begeistert Sie an der Bibel?
Sehr vieles – z. B. die hebräische Sprache, das alttestamentliche Körperkonzept, bei dem Menschen mit dem Herzen denken, oder die Antwort Gottes auf Ijob, in der Gott zeigt, dass der Mensch in den Kosmos eingebunden ist.
 
» Zur Website der GenderConceptGroup
 
» Zur Projektvorstellung
© Frater Victor
Frater Victor Lossau OSB

Fr. Victor Lossau OSB ist ausgebildeter Chemikant. Nach seinem Eintritt in das Benediktinerkloster Wechselburg, wo er den Ordensnamen frater Victor annahm, studierte er an der TU Dresden Katholische Theologie und Philosophie und schloss das Studium mit dem Grad eines Magister Artium ab.
Ab 2012 war er als Lehrbeauftragter an der Professur für Biblische Theologie der TU Dresden tätig und übernahm schließlich 2018 an derselben Professur die Stelle einer Wissenschaftlichen Hilfskraft. Zu seinen Aufgaben zählen die Unterstützung in der Lehre für die Seminare „Bibelkunde“ und „Einführung in die exegetischen Methoden“, sowie die Betreuung des Transferprojektes „Pflanzen der Bibel“. Darüber hinaus arbeitet er an einer Dissertation zum Thema „Die deuterojesajanische Konzeption von ‚Gemeinsinn‘ als praktisch-moralisches Prinzip im heutigen ethischen Diskurs“. Weitere Interessensfelder sind im Bereich der Theologie die theologische Anthropologie und Ethik, Apokalyptik, Religionsgeschichte des Alten Orients sowie die Mystik. Dabei sind ihm interdisziplinäre Verbindungen v. a. zur Philosophie wichtig. Im Bereich der Kulturgeschichte beschäftigt er sich mit der Kulturgeschichte der Gärten und Pflanzen.
© Felicitas Buhl
Felicitas Buhl

Salvete, mein Name ist Felicitas Buhl, ich bin 25 Jahre alt und lebe zurzeit in Dresden. In meiner Kindheit träumte ich davon, Archäologin zu werden, eine echte Entdeckerin verlorener Schätze. Vor meinem inneren Auge sah ich mich im heißen Wüstensand graben.
Oft fand ich dabei ein kostbares Schmuckstück, Münzen oder Knochen. Doch was mein Interesse damals im gleichen Maße erweckte, waren auf Papyrus oder Pergament verfasste Texte, welche Jahrtausende überdauerten und nach meiner Vorstellung nur darauf warteten, entschlüsselt zu werden.
Ich sah sie als eine Art „Fenster“ an, durch welche ich einen verstohlenen Blick in die Antike werfen könnte. Diese Texte waren in meiner Fantasie durchdrungen von skurrilen Alltäglichkeiten, unfassbaren Geschichten sowie tiefen Weisheiten.
Auch als ich älter wurde, blieb das Interesse an der Antike und alten Sprachen bestehen, aber der Blickwinkel veränderte sich natürlich. 2015 begann ich schließlich mein Lehramtsstudium an der TU Dresden. Dabei wählte ich die Fächer Kunst, Latein und katholische Religion. Seit 2017 bin ich nun als studentische Hilfskraft in der Biblischen Theologie angestellt. Zwar schickt mich Frau Häusl für ihre Forschungsarbeiten leider nicht in die Wüste, um „neue“ Papyri zu entdecken, jedoch unterstütze ich sie auch auf andere Weisen gern.
Die Biblische Theologie beeindruckt mich durch die sprachliche und inhaltliche Verwobenheit. Auf der einen Seite ermöglichen die Texte einen Blick in die Vergangenheit. Sie sind in Hebräisch oder Altgriechisch verfasst und verweisen auf damalige Lebensumstände, Bräuche und Denkansätze. Auf der anderen Seite wohnt ihnen aber auch ein besonderer Funke inne, eine tiefe Weisheit, welche auch die Menschen in unserer Zeit ansprechen kann. Dieses Zusammenspiel fasziniert mich immer wieder.
© Daniel Naumann
Daniel Naumann – Hebräischkurs

Mein Name ist Daniel Naumann, ich wurde vor 53 Jahren in Chemnitz geboren. Ich bin verheiratet und habe 2 Töchter.
Seit über 30 Jahren verläuft meine berufliche Entwicklung zweigleisig: Einerseits bin ich in einem Krankenhaus tätig, andererseits unterrichte ich seit 1991 nach meiner Ausbildung in Dresden, Leipzig, Halle und Amsterdam an Gymnasien in Chemnitz, Dresden und Meißen sowie an der Technischen Universität Chemnitz Altes Hebräisch.

Im Jahre 2009 kam der Hebraicumskurs am Institut für Katholische Theologie der Technischen Universität Dresden dazu. Dieser Lehrauftrag liegt mir aufgrund seines Umfangs und seiner Ansiedlung an der Professur für Biblische Theologie besonders am Herzen.
Die herzliche Atmosphäre am Institut, die Öffnung des Kurses für andere Fakultäten und Gasthörer sowie die Tatsache, dass der Kurs in den frühen Abendstunden stattfindet, sorgen für gut besuchte Kurse und ein offenes und vielseitiges Unterrichtsklima. Persönlich wichtig ist mir die bedarfsgerechte individuelle Unterstützung der Lernenden bis zur Prüfung.

Der Kurs bereitet in 2 Semestern auf die Ablegung der Ergänzungsprüfung Hebraicum vor. Nach dem ersten Semester werden durch das Institut nach erfolgreicher Teilnahme an einer Abschlussklausur Grundkenntnisse der althebräischen Sprache bescheinigt.

Wenn auch die Vermittlung von Grundkenntnissen der Grammatik – immer an biblisch-hebräischen Originaltexten – natürlich im Vordergrund steht, bleibt dennoch Zeit, mit den Studentinnen und Studenten den Hintergrund der gelesenen Texte und ihre Relevanz für unsere Gegenwart zu diskutieren.
Der Hebraicumskurs wird ergänzt durch einen Lektürekurs, der Interessierte weiter mit der hebräischen Sprache in Verbindung bleiben lässt und auch Gelegenheit bietet, Ausflüge in benachbarte semitische Sprachen, die Epigraphik und die Welt der Qumrantexte zu unternehmen.
Im Oktober 2021 freue ich mich nach drei Videosemestern auf Präsenz-Lehrveranstaltungen und den persönlichen Kontakt zu den Studentinnen und Studenten.

Bitte zögern Sie nicht mit Kritik, bis bald,
Ihr Daniel J. Naumann
© Anna-Lena Buß
Anna-Lena Buß - Das Tutorium zur Bibellektüre

Mein Name ist Anna-Lena Buß und ich studiere im dritten Semester Grundschullehramt mit dem Kernfach Katholische Theologie.
Ab dem Wintersemester werde ich das Tutorium zur Bibellektüre leiten, worauf ich mich schon sehr freue.

Besonders interessant an der Biblischen Theologie finde ich, dass man durch das erlernte Hintergrundwissen zur Entstehung der Bibel und zu den kulturgeschichtlichen Hintergründen nochmal einen ganz neuen Blick auf die Texte in der Bibel bekommt, die man teilweise schon seit der Kindheit kennt.
 
Die Bibel ist die Grundlage unserer Glaubens­­ – aber hast du sie schon mal von vorne bis hinten durchgelesen? Falls nicht, veranstalten wir genau dafür das Tutorium zur Bibellektüre. Dabei kommen einmal die Woche für eine Doppelstunde interessierte Studierende zusammen, um in gemütlicher Atmosphäre gemeinsam die Bibel zu lesen. Natürlich nicht alles auf einmal, sondern jedes Semester immer einen neuen Teil, sodass du bis zum Ende deines Studiums die Bibel möglichst ganz durchgelesen hast. Dabei werden keine Kenntnisse vorausgesetzt und man kann jederzeit (wieder-)einsteigen. Gemeinsame Bibellektüre macht auf jeden Fall mehr Spaß, als allein zu Hause zu lesen und von mir gibt es zusätzlich noch viele interessante Hintergrundinformationen und du kannst alle deine Fragen stellen. Ziel des Tutoriums ist es dabei, auch eine gute Grundlage für die Lehrveranstaltung in der Biblischen Theologie zu schaffen.
Das Buch Esra-Nehemia oder „Lesen, Listen und Leviten“

Prof. Dr. M. Häusl schreibt für die Reihe „Herders Kommentar zum Alten Testament“ den Kommentar zum Buch Esra-Nehemia.
Im 21. Jahrhundert sind sowohl im christlichen wie im säkularen Kontext die theologischen Aussagen des Buches Esra-Nehemia weitgehend unbekannt. In der christlichen Liturgie finden sich kaum Texte aus diesem Buch. In der katholischen Leseordnung für die Sonntage ist dies nur der zerstückelte Text Neh 8,2-4a.5-6.8-10 (3. Sonntag im Jahreskreis C). Die kunstgeschichtliche Rezeption des Buches in den früheren Jahrhunderten scheint im 20. Jahrhundert ebenfalls weitgehend vergessen.

Bekannt ist nur der Plot des Textes, der bis heute als Gerüst für die Rekonstruktion des Neuanfanges des nachexilischen Israel im perserzeitlichen Juda/Jerusalem gilt. Mit Hilfe des Buches werden wenig zutreffend Rückkehrwellen der Israeliten aus dem babylonischen Exil nach Jerusalem rekonstruiert, die Wiedererrichtung des Tempels ins Jahr 520-515 v. Chr. datiert, und der Pentateuch als schriftliche Tora als entscheidender identity marker des neuen Gemeinwesens postuliert.

Das Datum des Wiederaufbaus des Tempels lässt sich allerdings nicht gesichert angeben, am wahrscheinlichsten ist das ausgehende 6. oder die erste Hälfte des 5. Jh v. Chr. Anstelle von großen Rückkehrbewegungen ist wohl eine dauerhafte Einflussnahme der östlichen Diaspora auf das Geschick Judas/Jerusalems anzunehmen. Die Tora spielt aber in der Tat als identity marker für das Selbstverständnis der später schreibenden und/oder der perserzeitlichen judäischen Gruppierung eine wichtige Rolle.
Dass diese Tora aber mit dem Pentateuch identisch und ihre Schriftlichkeit von großer Bedeutung sei, ist mehr als fraglich. Die Tora gilt im Buch Esra-Nehemia vielmehr als göttliche Weisung, die mit Hilfe des schriftgelehrten Experten Esra aktualisierend für die Lösung von Problemen und Fragen herangezogen wird.

Schriftliche Edikte und Personenlisten, die bemüht sind, alle Beteiligten jeweils beim Namen zu nennen, gehören wesentlich zum kulturgeschichtlichen Setting der erzählten Welt. Doch bei der Verlesung der Tora in Neh 8 wird nicht die Schriftrolle hervorgehoben, sondern dass das Volk die Weisung Gottes versteht. Und hier kommen die Leviten ins Spiel, die dem Volk helfen sich die Tora anzueignen und auch bei allen anderen wichtigen Ereignissen, die im Buch erzählt werden, anwesend sind.

Diese Beobachtung, dass neben den berühmten Protagonisten Esra und Nehemia, Serubbabel und Jeschua auch die Leviten eine vom Text hervorgehobene Gruppe sind, führt unweigerlich zur Frage, welche Gruppen und Personen marginalisiert oder gar dämonisiert werden. Als marginalisierte Gruppe sind eindeutig die im Land gebliebenen Judäer:innen zu nennen, die aufgrund der Diasporaperspektive des Buches kaum sichtbar sind.
© Biblioteca estens universitaria, Bibbia de Borso d’Este, vol. 1, S.397.
Klar negativ bewertet werden die als „Ausländer“ markierten oder als Gegner stilisierten Personen. Hierzu zählen etwa die Beschwerdeschreiber in Esra 4, der Statthalter Sanballat aus Samaria in Neh 1-6 oder die Prophetin Noadja in Neh 6.

Als problematisch muss der Umgang mit den ausländischen Ehefrauen in Esr 9.10 gelten, denn sie werden für die „Reinerhaltung“ des Gemeinwesens ausgegrenzt, ohne dass ihre Perspektive auch nur zur Sprache käme.
 
Vorstellung des Mentorats

© Maria Degkwitz
Was ein Mentorat ist, lässt sich nicht im Alleingang bestimmen, und erst recht nicht von oben herab verordnen. Ein Mentor ist kein Vorbild, sondern ein Entwurf, sagte mir einmal eine Studentin, und kann auch ein Gegenentwurf sein, jemand, der auch auf der Suche ist. Die Begegnung im Mentorat ist eine Konfrontation – ein Versuch für Mentor und Mentee, mit wohlgesonnener Hilfe einen eigenen Standort zu suchen, immer wieder neu.
Mentorate gelten vielerorts als eine gute, aber selten umgesetzte Idee. Die Kirche stellt Ihnen während des Studiums eine Mentorin zur Seite für den Austausch Aug´ in Aug´. Die drei Pflichtgespräche dürfen Sie als eine Anlaufstelle begreifen, wo ich, so eine andere Studentin, auch unangenehme, undenkbare Fragen stellen kann – nicht immer in der Erwartung, eine klare Antwort zu erhalten, aber mit der Hoffnung auf Denkanstöße und Diskussionen.
Ihr Pflichtpraktikum im Rahmen des Mentorates gibt Ihnen entsprechend Ihrer Bedürfnisse und Fähigkeiten die Gelegenheit, an der Gestaltung unserer Gemeinschaft und Gesellschaft teilzuhaben. Als Lehrerin für Latein, Religion und Theater ist es mir seit vielen Jahren eine große Freude, junge Menschen hierzu zu ermuntern.

Wir stecken mit dieser Art des Mentorates am IKTh noch in den Kinderschuhen.
Gestalten Sie mit!

Maria Degkwitz, Mentorin
 
 
» mehr zum Mentorat
 
Veröffentlichungen

•   Julia Enxing: Gott – das kosmische Individuum. Prozesstheologischer Panentheismus und die Frage nach dem Verhältnis von Gott und Welt, in: Johann Ev. Hafner – Lukas Struß (Hgg.): Strings, Sphären und SciFi. Interdisziplinäre Zugänge zu alternativen Welten. Ergon: Baden-Baden 2021, 227–240.

•   Julia Enxing: Entschieden anders?! Anthropozentrismus-kritische Impulse für eine multispeziessensible Schöpfungstheologie, in: Ökumenische Rundschau 70/3 (2021) 300–317.


•   Christian Kern: „Ich verkündige nicht". Über einen anderen Modus von Theologie, online unter: https://www.feinschwarz.net/ich-verkuendige-nicht-ueber-einen-anderen-modus-von-theologie/ (29.07.2021).
 
  Ankündigungen

Ab 14.10., jeden Donnerstag, von 16:40–18:10 Uhr
Gender meets Technology


Warum sollten sich Geistes- und Sozialwissenschaftler:innen für die Entwicklung technischer Innovationen interessieren? Warum sollten Ingenieur:innen bei der Schaffung neuer Technologien Erkenntnisse aus der Geschlechterforschung berücksichtigen? Die Vorlesungsreihe – eine Kooperation der GenderConceptGroup mit dem Bereich Ingenieurwissenschaften – will diesen Fragen auf den Grund gehen und die immer noch existierenden Vorurteile der „sozial desinteressierten Technologieentwicklung“ und der „technologiefeindlichen Geisteswissenschaft“ aufbrechen.

Anmeldung: GenderConceptGroup@mailbox.tu-dresden.de oder über den unten verlinkten Opal-Kurs.

Mögliche Prüfungsleistungen: Sitzschein, Essay, lektürebezogene Aufgabe;
Lehrende: verschiedene Wissenschaftler:innen der TUD und anderer Hochschulen sowie Aktivist:innen und Künstler:innen
 
» zum Programm
 
» zum Opal-Kurs
Ab 18.10., jeden Montag, von 18:15–19:45 Uhr
Prof. Dr. Julia Enxing: Ringvorlesung „animate theologies – ein (un-)mögliches Projekt?“ im WiSe 2021/22

Prof. Dr. Julia Enxing lädt alle Interessierten herzlich zur digitalen Ringvorlesung „animate theologies – ein (un-)mögliches Projekt?“ im aktuellen Wintersemester ein.
 
» Programm und Info
10.11.2021, 19:00–21:00 Uhr
Prof. Dr. Julia Enxing auf Podium: Frauen im Dialog – interreligiöse Begegnung in Zeiten von Corona


Das Katholische Forum des Bistums Aachen macht sich im Herbst wieder auf zum Gespräch mit Menschen anderer Religionen. In der Ausschreibung heißt es:
„Das Besondere: Wir begegnen uns virtuell – besuchen uns per Videokonferenz gegenseitig zu Hause. So können wir von interessanten Religionsvertreterinnen ganz direkt hören, was sie in diesen Zeiten als Frauen im Einsatz für die Geschlechtergerechtigkeit bewegt, wie sich die Pandemie auf ihr religiöses Leben auswirkt und welche Antworten und Unterstützung ihnen ihr Glaube gibt. Gerade in der Krise können wir so voneinander lernen und ganz neu Gemeinsamkeiten erspüren.

Technische Voraussetzung für die Teilnahme: ein Endgerät (PC, Laptop, Smartphone) mit stabilem Internetzugang, Kamera und Mikrophon. Wer noch nie an einer Videokonferenz teilgenommen hat, kann eine halbe Stunde vor Beginn an einer technischen Einweisung teilnehmen.“

Am 10.11. 2021 findet eine solche Begegnungsveranstaltung u. a. mit Prof. Dr. Julia Enxing statt.
Referentinnen: Helene Braun, angehende Rabbinerin (Berlin), Julia Enxing, Professorin für Systematische Theologie (Dresden), Dina El Omari, Islamische Theologin, Islamwissenschaftlerin (Münster)
Moderation: Ingrid Scholz (Frauenseelsorgerin Region MG), Lucia Traut (Leitung Kath. Forum)
Teilnahmebeitrag:    7.50 €

Anmeldung beim Kath. Forum unter: forum-mg-hs@bistum-aacchen.de oder 02161 980644.
In Kooperation mit der regionalen Frauenseelsorge MG, kfd Regionalverband MG und kdf Diözesanverband Aachen.
10.10.–16.10.2021
„Das Wort zum Tag“ mit Prof. Dr. Julia Enxing


Von 10. bis 16.10.2021 wird Frau Prof. Dr. Julia Enxing das „Wort zum Tag“ im MDR verkünden. Die Wortmeldungen sind montags bis freitags gegen 5:45 Uhr und 8:50 Uhr, samstags gegen 8:50 Uhr und sonntags um 7:45 Uhr zu hören.

Sie können die Beiträge unter dem nachstehendem Button auch nachhören oder nachlesen.
 
» Zum Nachhören und Nachlesen
Oktober 2021 – Juni 2023
Theologische Kurse


Im Oktober 2021 starten die Theologischen Kurse, d. h. die Erwachsenenbildungseinrichtung der Erzdiözese Wien bzw. der Österreichischen Bischofskonferenz, einen zweijährigen Online-Kurs zur umfassenden Auseinandersetzung mit dem christlichen Glauben. Der Kurs ist systematisch aufgebaut und orientiert sich an den Fächern des universitären Theologiestudiums. Prof. Dr. Riedl lehrt in diesem Rahmen das Fach Kirchengeschichte.
 
» zur Website
           
27.10.2021, 15:00–16:00 Uhr
Theologie & Beruf


Wir blicken mit Freude auf unseren nun schon dritten Coffee Talk, der neue Einblicke in ein Berufsfeld gewährt, in das man mit einem theologischen Abschluss einsteigen kann.
Am 27.10. um 15:00 Uhr, wieder via Zoom, beschäftigen wir uns mit der Karriere im sozialen Bereich.

Dann sind Siri Fuhrmann, Tourismus- und Kurseelsorge Caritas Nordeney, und Michael Lindner-Jung von der Bahnhofsmission Würzburg zu Gast und erzählen uns von ihrem Weg. Wir freuen uns auf die Teilnehmenden und unsere Gäste!
Wir können schon verraten: Am 01.12. um 16:00 Uhr beschäftigen wir uns mit politischen Laufbahnen.
 
» Infos und Anmeldung
Auf feinschwarz.net ist ein Rückblick auf die bisherigen coffee talks erschienen, der mit dem nachstehendem Link abgerufen werden kann. Dr. Christian Kern zeichnet darin nach, wie die Gespächspartner:innen bereits während ihres Studiums Brücken in zukünftige Berufsfelder schlagen und z.B. mit Praktika Erfahrungen sammeln. Ihre beruflichen Wege, auch außerhalb von Schule und Bistum, entfalteten sich in einer offenen, manchmal auch experimentellen Suche zwischen theologischem Interesse, aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen und dem, was für das eigene Leben sinnvoll und bedeutsam erscheint.
 
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29.–31.10.2021
Divers kontrovers! Interreligiöser Diskurs über Feminismus, Gender und Queer


Prof. Dr. Julia Enxing lädt herzlich zur Teilnahme an der digitalen Jahrestagung der European Society of Women in Theological Research zum Thema „Divers kontrovers! Interreligiöser Diskurs über Feminismus, Gender und Queer“ ein. Die Fachtagung findet vom 29. bis 31. Oktober 2021 u. a. in Kooperation mit der Professur für Systematische Theologie der TU Dresden statt.
 
» Programm und Infos
04.11.2021, 19:00 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Maria Häusl: „,Einen Traum habe ich, einen Traum‘ (Jer 23,25) – Träume in der Bibel“


Der Traum wird in der Bibel wie in der gesamten altorientalischen und antiken Welt als Zugang zur göttlichen Welt erachtet. Oft erscheint die Botschaft den Träumenden unmittelbar einsichtig, wie Jacob in Bet-El. Manchmal bedarf es aber auch eines Traumdeuters, man denke an Josef in Ägypten. Wieder andere Texte sehen den Traum als Weg zur Offenbarung kritisch, werten ihn gar ab.
Es werden Träume und Träumende der Bibel vorgestellt und die anthropologische Relevanz der Traumdeutung über ihre religiöse und theologische Bedeutung hinaus aufgezeigt. Anhand der kritischen Stimmen zum Traum wird schließlich nach der Verlässlichkeit des Traumes bis in unsere heutige Zeit gefragt.


Ort: TU Chemnitz, Eduard-Theodor-Böttcher-Bau
Altes Heizhaus (Innenhof)    
Straße der Nationen 62         
09111 Chemnitz
 
» Zur Anmeldung
14.11.2021, 18:00 Uhr und 15.11.2021, 11:00 Uhr
Vortrag von Prof. Dr. Julia Enxing: „Gott denken im Angesicht der Welt“


Im Rahmen der Reihe „Samstagabendgespräche“ des „Förderverein Autobahnkirche St. Paul Wittlich e.V.“, sowie im Rahmen des „Theologisches Quartett Trier“, Matinee, trägt Prof. Dr. Julia Enxing zum Thema „Gott denken im Angesicht der Welt. Prozesstheologische Überlegungen“ vor.
Der Vortrag in der Autobahnkirche Wittlich findet am 14.11.2021 um 18 Uhr statt.
Der Vortrag in der VHS Trier findet am 15.11.2021 um 11 Uhr statt.
17.11.2021, 09:30–13:00 Uhr
Studientag des dkv


Der diesjährige Studientag des dkv-Diözesanverbands Dresden-Meißen findet im TU-Gebäude am Weberplatz 5 statt zum Thema: „'Warum Gott die Menschen niemals in Ruhe lässt, umgekehrt auch nicht' – Die Gedichte Hans Magnus Enzensbergers in Unterricht und Katechese“.

Dass die Gedichte dieses vielseitigen und scharfsinnigen Dichters theologisch anregend sind, ist wenig bekannt. Gerade in seinen späteren Gedichten finden sich vieldimensionale Zugänge zu Motiven biblischer Texte, zur theologischen Tradition und zu religiösen Fragen insgesamt. Die hohe zeitdiagnostische Exemplarität von Enzensbergers Versen liegt vor allem darin: Sie thematisieren ein religiöses Interesse in der Spannung von Heimat und Entfremdung, von Säkularisierung und einer spätmodernen Offenheit für Transzendenz, die jenseits traditionell-religiösen Vokabulars nach Sprache sucht. Dass Enzensbergers Gedichte dabei humorvoll-ironisch und subtil-hintergründig daherkommen, macht diese zu einem echten Lesegenuss.

Woran entzündet sich das religiöse Interesse des „katholischen Agnostikers“ Enzensberger? Wie bringt er im Raum bleibender Ungewissheit eine religiöse Dimension zur Sprache? Diesen Fragen anhand ausgewählter Gedichte nachzugehen, verspricht inspirierende Impulse für religiöse Bildung. Sind Enzensbergers Gedichte für den Religionsunterricht einsetzbar – und wenn ja, wo und wie? Und: was eigentlich ist „Religion“ im Werk dieses Dichters?

Die Referentin, Frau Dr. Ulrike Irrgang, war bis zum Sommer 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Systematische Theologie der TU Dresden und arbeitet seit dem Schuljahr 2020/21 als Lehrerin für Englisch und Kath. Religion am St.-Benno-Gymnasium.
Anmeldung ab sofort – bis 10.11.21 an: Monika.Scheidler@tu-dresden.de
20.–23.11.2021
Panel von Prof. Dr. Julia Enxing: „AAR/SBL Women’s Caucus Goes International“


Auch bei der diesjährigen Jahreskonferenz der American Academy of Religion leitet Prof. Dr. Julia Enxing ein eigenes Panel. Das Thema: „AAR/SBL Women’s Caucus Goes International“. Die Konferenz findet in San Antonio, TX, von 20. bis 23. November 2021 statt.
25.11.2021
Vortrag von  Prof. Dr. Julia Enxing: „Gott denken im Angesicht der Welt“


Am 25.11.2021 hält Prof. Dr. Julia Enxing in der ESG Leipzig einen Vortrag zum Thema „Gott denken im Angesicht der Welt. Prozesstheologische Überlegungen“.
08.12.2021
6. Nachwuchskolloquium der Geschlechterforschung


Am Mittwoch, den 8. Dezember 2021, wird das 6. Nachwuchskolloquium der Geschlechterforschung an der TU Dresden stattfinden, bei dem die besten genderwissenschaftlichen Abschlussarbeiten präsentiert werden.

Ort: GER 013
 
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06.07.–08.07.2022
Animate Life. Konferenz zum Futur 2 der Mensch-Tier-Beziehungen


Schon heute lädt Prof. Dr. Julia Enxing herzlich zur Konferenz „Animate Life. Konferenz zum Futur 2 der Mensch-Tier-Beziehungen“ ein, die vom 06. bis 08. Juli 2022 in Dresden stattfinden wird.
 
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Berichte

Vortrag von Prof. Dr. Andrea Riedl: 10th Patristic Colloquy (Pro Oriente)

Vom 15.–18. September 2021 fand die 10. Wiener Patristische Tagung statt, die anlässlich des Jubiläums ihres 20-jährigen Bestehens in Wien (Kardinal König Haus) von der Stiftung Pro Oriente veranstaltet wurde. International renommierte Wissenschafter:innen aus dem breiten Feld der Patristik präsentierten Vorträge zum Thema „Inherited sin“, die demnächst als Tagungsband in der Reihe „Wiener Patristische Tagungen“ publiziert werden.
Am 16. September fand im Rahmen der Tagung ein Festakt unter Beteiligung des Wiener Erzbischofs Christoph Kardinal Schönborn und des Leiters des Außenamtes des Moskauer Patriarchats Metropolit Hilarion (Alfeyev) statt.

Durch ihren Vortrag unter dem Titel „Remembering the Dead - Remembering the Sinner? Patristic concepts at the Crossroads“ wurde Prof. Riedl als ständiges Mitglied dieser Forscher:innen-Gruppe aufgenommen, die sich im Turnus von zwei Jahren unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. em. Theresia Hainthaler trifft.
 
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© Frater Victor
Andere Räume. Faszination Garten zwischen Wirklichkeit und Utopie

Am 11. September fand unter dem Titel „Andere Räume. Faszination Garten zwischen Wirklichkeit und Utopie“ der Thementag zum 10-jährigen Bestehen des Projektes „Pflanzen der Bibel“ statt.

Am Vormittag durften Frau Prof. Dr. Maria Häusl, die wissenschaftliche Leiterin des Botanischen Gartens Dresden, Frau Dr. Barbara Ditsch, sowie fr. Victor Lossau OSB gut 20 Besucher:innen im Gemeindezentrum der Evangelisch-Lutherischen Johanneskirchgemeinde Dresden-Striesen begrüßen.
 
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Dabei hoben sie die Interdisziplinarität des Projektes durch die enge Verbindung von Natur- und Geistes-/Kulturwissenschaften hervor, die als echte Bereicherung für beide Seiten empfunden wird. Ausdrücklich wurde auch allen Projektmitwirkenden gedankt, die durch viel Engagement zusätzliche Materialien entwickelten und öffentliche Führungen hielten.

Im Vortrag „Bilder eines guten Lebens: Alttestamentliche Garten- und Stadtbilder“ ging Frau Prof. Häusl der Frage nach, was der Mensch für ein gutes Leben brauche. Auf der Suche nach einer Antwort führte sie die Zuhörer:innen in die Gärten Ägyptens und der Bibel, sowie zu altorientalischen und biblischen Schöpfungsvorstellungen. Wichtige Marksteine auf diesem Weg waren die Vorstellung vom Land Israel als Garten in Deuteronomium die Schöpfungsvorstellung in Psalm 104, sowie die Vision vom neuen Himmel, neuer Erde und neuem Jerusalem in Jes 65,17-25.
In diesen Bildern, so M. Häusl, gehöre die Schöpfung nicht allein dem Menschen, sondern sie sei allen Lebewesen gegeben. Gutes Leben sei nur dort möglich, wo sich der Mensch im Einklang mit allen Geschöpfen befinde.

Daran anschließend erläuterte fr. V. Lossau im Vortrag „Was ist anders am Andersort Garten?“ den Begriff „Andere Räume“ oder Heterotopien, den der französische Philosoph Michel Foucault geprägt hat. Anhand von sechs Merkmalen, die nach Foucault für Heterotopien typisch sind, ging es auf die gedankliche Reise in ganz verschiedene Gärten und Parks Europas.
Einen dritten Vortrag hielt Dr. Katrin Stückrath zum Thema „Bibelgärten: Gestaltung und Theologie christlicher Themengärten“. Die evangelisch-lutherische Theologin und Pfarrerin wies eingangs auf die Entstehung der ersten Bibelgärten hin, für die die Botanischen Gärten mit ihrem pflanzengeographischen Interesse die eigentlichen Initiatoren gewesen seien. Dass auch Bibelgärten Andersorte sind, zeigte sie mittels der Foucaultschen Merkmale an konkreten Bibelgärten in Deutschland.

Trotz Regens waren am Nachmittag einige Besucher:innen der Einladung in den Botanischen Garten gefolgt. Frau Dr. Ditsch leitete die Gruppe kundig durch den Garten und erläuterte dessen Geschichte und Gestaltung. Darüber hinaus gab sie zu ausgewählten Pflanzen interessante botanische Informationen. Begleitet wurde sie von Frau Prof. Häusl, die die biblischen Bezüge verschiedener Pflanzen darstellte, sowie von fr. Victor Lossau OSB, der einiges aus der mittelalterlichen Pflanzensymbolwelt beizutragen wusste. Höhepunkte der Führung waren zweifellos die prächtigen, blau-gelben Blüten des Ägyptischen Lotus, sowie das extra für diesen Tag gezeigte Echte Weihrauchbäumchen.
 
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